Erster Tag

Der Psychiater, den ich auf Empfehlung konsultierte, brauchte exakt 16 Minuten, um festzustellen, dass ich richtig einen weg bekommen habe. Er riet mir, mich in die Psychiatrie einweisen zu lassen. Die Einweisung gab er mir dann direkt mit.

Also latsch’ ich nach hause und packe meine sieben Sachen ein. Mit Sack und Pack in den Bus rein und ab dafür. Ganz nebenbei schiebe ich ein Kopfkino erster Klasse: Was für Gestalten da wohl rumlaufen und was da so alles abgeht. Im Wartezimmer beim Psycho-Doc haben die auch schon ganz witzige Geschichten auf Lager gehabt … .

Auf jeden Fall komme ich in der Klinik an und renn erst mal in das Verwaltungsgebäude. Dort sagt man mir, dass ich in die Aufnahme soll, die läge nicht in der Verwaltung, sondern in einem Klinikgebäude auf der anderen Seite des Klinikgeländes. Als mal ‘nen satten Fußweg von mindestens 15 Minuten mit Rollkoffer, zwei Taschen und Rucksack per pedes durch die Botanik. Yeah!

In der Aufnahme dann erst mal fleißiges Fragebogenausfüllen, buchstäblich “bis der Arzt kommt”, weil sich der nämlich erst mal Zeit nimmt, die Fragebögen in deiner Anwesenheit durchzulesen und zu kommentieren. Danach erst mal mit dem ganzen Klamotten nach oben auf die Station, in die ich mich habe einweisen lassen. Ich hau mich ins Bett und lass’ die Schlaftablette ihren Job tun … .

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